Geburtshilfe Frauenheilkd 2021; 81(10): 1091-1093
DOI: 10.1055/a-1623-6832
GebFra Magazin
Geschichte der Gynäkologie

Rudolf Dohrn (1836–1915) und die „Geschichte der Geburtshülfe der Neuzeit“

Andreas D. Ebert
1  Praxis für Frauengesundheit, Gynäkologie und Geburtshilfe, Berlin, Deutschland
,
Matthias David
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Die deutschsprachige geburtshilfliche Geschichtsschreibung verfügt mit den großen Werken Eduard Casper Jacob von Siebolds (1801–1861) [1] [2], Franz Ritter von Winkels (1837–1911) [3], Robert Kossmanns (1849–1909) [4], Heinrich Fasbenders (1843–1914) [5], Hermann Fehlings (1847–1925) [6], Isidor Fischers (1868–1943) [7] [8] und Paul Diepgens (1878–1966) [9] über sehr lesenswerte Darstellungen. Besonders zu empfehlen ist ein Buch, das aus der Feder von Rudolf Dohrn ([Abb. 1]), einem der führenden Geburtshelfer des 19. Jahrhunderts, stammt. Seine „Geschichte der Geburtshülfe der Neuzeit“ wollte sich, so ist es im Untertitel ausgewiesen, als 3. Band des „Versuches einer Geschichte der Geburtshülfe“ von Eduard von Siebold verstanden wissen [10]. Eduard von Siebold hatte in seinem Band 1 (1838) detailreich die Anfänge der Geburtshilfe in der vorhippokratischen Zeit, die Schriften von Hippokrates bis Galen, die arabische und nacharabische Periode unserer Wissenschaft bis hin zum 16. Jahrhundert beschrieben [1]. Im 2. Band stellte von Siebold die nationale und internationale Entwicklung der Geburtshilfe vom 16. Jahrhundert bis etwa 1840 dar, selbstkritisch auf mögliche Mängel hinweisend und zu weiterer Forschung aufrufend [2].



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Publication Date:
06 October 2021 (online)

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