Geriatrie up2date 2021; 3(03): 211-225
DOI: 10.1055/a-1483-3126
Neurologie und Psychiatrie

Insomnie im Rahmen neurologischer Erkrankungen

Moritz D. Brandt

Der Artikel liefert einen Überblick über die Prävalenz, Ursache und Behandlung der Insomnie im Rahmen häufiger neurologischer Erkrankungen (Restless-Legs-Syndrom, Schlaganfall, Multiple Sklerose, Morbus Parkinson und Alzheimer-Demenz). Zudem wird auf die wechselseitigen kausalen Zusammenhänge zwischen Schlafstörungen und neurologischen Erkrankungen hingewiesen.

Kernaussagen
  • Insomnien gehören zu den häufigsten komorbiden Störungen im Rahmen neurologischer Erkrankungen.

  • Der Assoziation der Insomnie und einer neurologischen Grunderkrankung liegt häufig ein unmittelbarer kausaler Zusammenhang zugrunde.

  • Es ist von entscheidender Bedeutung, diese Zusammenhänge im klinischen Alltag zu erfassen und Therapieentscheidung daran auszurichten.

  • Nicht selten ergeben sich dadurch ursächliche Therapieansätze der Insomnie, die eine rein symptomatische Therapie mittels sedierender Medikamente überflüssig machen.

  • Die Behandlung der Insomnie hat einen positiven Effekt auf komorbide neurologische Erkrankungen.

  • Schlafstörungen können als Frühsymptom oder modifizierbarer Risikofaktor neurologischen Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder Alzheimer-Demenz um Jahre vorausgehen; sie sollten daher frühzeitig erkannt und behandelt werden.



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Publication Date:
28 July 2021 (online)

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