Neonatologie Scan 2021; 10(02): 104-105
DOI: 10.1055/a-1397-9250
Diskussion

Geburtenraten von Frühgeborenen im COVID-19-Lockdown in Dänemark

Beobachtungen auf neonatologischen Intensivstationen legten die Vermutung nahe, dass es während des europaweiten Lockdowns im Rahmen der COVID-19-Pandemie von März bis April 2020 zu weniger Frühgeburten kam. Dänische Forscherinnen und Forscher haben das nun in einer retrospektiven landesweiten Studie untersucht.

Fazit

Die Autorinnen und Autoren kommentieren ihre Beobachtung des Rückganges der Anzahl von Extremfrühgeborenen als Effekt des Lockdowns. Vermutet werden Einflüsse auf maternale Inflammation durch einen intensivierten Fokus auf Hygiene und durch den reduzierten Stress wegen Ausgangssperren, weniger körperlicher Belastung, aufgrund eines verminderten Arbeits- und Reiseaufkommens und durch die Abnahme von kleineren Traumata. Diskutiert wird, ob es nur zu einer Verschiebung von extremen Frühgeburten um einige Wochen kam.



Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
20. Mai 2021 (online)

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