Klin Monbl Augenheilkd
DOI: 10.1055/a-1351-9080
CME-Fortbildung

Perimetrie in der Glaukomdiagnostik

Value of Perimetric Measurements for Glaucoma Detection
Robert Lämmer
,
Cord Huchzermeyer

Das Glaukom ist eine Erkrankung, bei welcher der Verlust retinaler Ganglienzellen zu Gesichtsfeldausfällen bis hin zur Erblindung führt. Die Weiß-auf-Weiß-Perimetrie gilt als Goldstandard zur Gesichtsfelduntersuchung, allerdings erst ab einem Verlust von 30 – 50% der retinalen Ganglienzellen. Die Frequenzverdopplungsperimetrie und die Flicker-Defined-Form-Perimetrie sind vielversprechende Verfahren bei Patienten mit sehr frühen perimetrischen Defekten.

Kernaussagen
  • Die Gesichtsfelduntersuchung ist obligat bei Patienten mit V. a. Glaukom.

  • Faustregel: Mindestens eine Gesichtsfelduntersuchung pro Jahr sollte bei jedem Glaukompatienten durchgeführt werden.

  • Der Nutzen der Weiß-auf-Weiß-Perimetrie für die Progressionsanalyse ist abhängig vom Glaukomstadium.

  • Bei frühen perimetrischen Defekten sollte immer auch eine FDT-Perimetrie durchgeführt werden.

  • Bei ausgedehnten Gesichtsfelddefekten ist der Nutzen dieser Untersuchung jedoch limitiert.

  • Die Ergebnisse für die Glaukomfrüherkennung durch FDF-Perimetrie scheinen vergleichbar mit denen der FDT-Perimetrie zu sein.

  • Beide können jedoch die statische Weiß-auf-Weiß-Perimetrie nicht ersetzen.



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Publication Date:
16 February 2021 (online)

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