PSYCH up2date 2021; 15(01): 5
DOI: 10.1055/a-1321-9391
Studienreferate

Wachtherapie bei bipolarer Depression

Die Behandlung von Patienten mit bipolarer Störung ist oft herausfordernd, häufigere und längere Episoden gehen zudem mit kognitiven Störungen und einer reduzierten Lebensqualität einher. Eine rechtzeitige und mit einer langandauernden Remission einhergehende Therapie ist wünschenswert. Wissenschaftler aus Chile und den USA haben eine systematische Meta-Analyse durchgeführt, um die Daten der Wachtherapie als Therapieoption bei bipolaren Patienten zusammenzufassen.

Fazit

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Wachtherapie bei bipolar depressiven Patienten insbesondere dann sinnvoll ist, wenn die Pharmakotherapie noch nicht zu einer befriedigenden Wirksamkeit geführt hat und somit kurzfristige antidepressive Effekte erzielt werden können. Für die längerfristigen Effekte scheinen die chronotherapeutischen Effekte eher nicht verantwortlich zu sein, schädlich sind sie aber auch nicht. Daher kann der Einsatz der Wachtherapie bei bipolaren Patienten durchaus sinnvoll und hilfreich sein. Eine Aufklärung über den nur kurzzeitigen Effekt ist jedoch weiterhin notwendig.



Publikationsverlauf

Artikel online veröffentlicht:
04. Januar 2021

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