Der Klinikarzt 2020; 49(12): 538-544
DOI: 10.1055/a-1317-2680
Schwerpunkt

Prävention bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen

Von Anämie bis Osteoporose
Stefanie Tischendorf
1  Klinik für Gastroenterologie, Stoffwechselerkrankungen und Internistische Intensivmedizin (Medizinische Klinik III), Universitätsklinikum Aachen
,
Maximilian Hatting
1  Klinik für Gastroenterologie, Stoffwechselerkrankungen und Internistische Intensivmedizin (Medizinische Klinik III), Universitätsklinikum Aachen
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ZUSAMMENFASSUNG

Patienten mit chronisch entzündlichen Erkrankungen (CED) wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa haben spezielle Bedürfnisse im Bereich Vorsorge und Prävention. Grunderkrankung und Therapie können in verschiedenen Bereichen zu erhöhter Morbidität führen. Blutbildveränderungen durch chronischen Blutverlust und Substratmangel oder Eisenverwertungsstörungen sind häufig. Steroidtherapie und Malnutrition können zu Osteopenie und Osteoporose führen. Hier sind CED-Patienten, insbesondere im Alter, gefährdet. Das Erkennen von Mangelzuständen und die Optimierung der Therapie sind entscheidend, um hier präventiv tätig zu werden. Gleiches gilt für das Erkennen von Impflücken und die richtige Risikostratifizierung der häufig immunsupprimierten Patienten. Zuletzt ist auch die Tumorvorsorge von Bedeutung, da sowohl durch die Grunderkrankung als auch durch die Therapie ein erhöhtes Malignomrisiko bestehen kann.



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Publication Date:
15 December 2020 (online)

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