Geriatrie up2date 2021; 3(01): 27-41
DOI: 10.1055/a-1297-8822
Dermatologie, Augenheilkunde, HNO

Dekubitus: eine Herausforderung

Adam Stepniewski
,
Wolfgang Lehmann
,
Dominik Saul
,
Gunther Felmerer

Trotz eines erheblichen Fortschritts in der medizinischen Versorgung bleibt der Dekubitus eine der häufigsten Komplikationen vor allem bei Patienten, die lange bettlägerig bleiben, Bewegungsstörungen oder Querschnittslähmungen aufweisen. Die Ätiologie eines Druckulkus ist zumeist multifaktoriell. Seine Therapie stellt nach wie vor eine große Herausforderung dar und generiert eine beträchtliche finanzielle Belastung des Gesundheitssystems.

Kernaussagen
  • Ein Dekubitus ist ein begrenzter Gewebeschaden, der meistens über den knöchernen Prominenzen lokalisiert ist. Die Schädigung betrifft isoliert die Haut oder zusätzlich die darunter liegenden Gewebeschichten und Strukturen.

  • Ein Dekubitus entsteht durch Druck oder der Kombination aus Druck- und Scherkräften.

  • Eine umfangreiche Diagnostik und korrekte Einteilung ist wichtig für die weitere Patientenbehandlung.

  • Ein Dekubitus kann abhängig vom Stadium und Patientenzustand konservativ oder operativ therapiert werden.

  • Die Prophylaxe von Rezidiven und Folgeschäden ist essenzieller Bestandteil des Gesamtkonzeptes.



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Publication Date:
20 January 2021 (online)

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