Rofo 2020; 192(11): 1021-1022
DOI: 10.1055/a-1271-1644
Stellungnahme der DEGIR

Stellungnahme der DeGIR zur Problematik der Verschiebung interventioneller Eingriffe während der COVID-19-Pandemie

Peter Minko
1  Universitätsklinikum des Saarlandes, Homurg/Saar, Diagnostische und Interventionelle Radiologie
,
Arno Bücker
1  Universitätsklinikum des Saarlandes, Homurg/Saar, Diagnostische und Interventionelle Radiologie
,
Peter Reimer*
2  Städtisches Klinikum Karlsruhe, Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie
,
Marcus Katoh*
3  Helios Klinikum Krefeld, Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie
,
Ansgar Berlis*
4  Universitätsklinikum Augsburg, Klinik für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie
,
Ralf Thorsten Hoffmann*
5  Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, Institut und Poliklinik für diagnostische und interventionelle Radiologie
,
Peter Landwehr*
6  Diakovere Henriettenstift Hannover, Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie
,
Andreas Mahnken*
7  Universitätsklinikum Marburg, Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie
,
Philipp Paprottka*
8  Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, Sektion Interventionelle Radiologie
› Author Affiliations

Einleitung

Die COVID-19-Pandemie stellt die Welt und insbesondere die Gesundheitssysteme vor große Herausforderungen. Interventionelle Prozeduren sind aufgrund ihres breiten Spektrums vor allem mit der Therapie von vaskulären und onkologischen Erkrankungen sowohl direkt als auch indirekt betroffen. Das in der Literatur beschriebene „Corona Collateral Damage Syndrome“ (CCDS), also die Reduktion von akut- und notfallmedizinischer Versorgung von Non-COVID-19-Notfällen, zeigt sich in unterschiedlichen Bereichen und Wichtungen [1]. Festzuhalten ist, dass in der Phase der bundesweiten Kontaktbeschränkung und danach sowie während der nun wieder steigenden Fallzahlen Patientenzahlen insgesamt deutlich zurückgegangen sind, was bei Erkrankungen, welche keiner Saisonalität unterliegen, auf eine Unterversorgung hinweist [2] [3]. Ursachen liegen sicherlich zum einen in der Verunsicherung der Patienten, zum anderen an der Kapazitätsreduktion bis zu Schließungen von Praxen, Ambulanzen und Krankenhaussprechstunden [2] [3].

* DeGIR-Vorstand nach dem Präsidenten (Peter Reimer) und Vizepräsidenten (Marcus Katoh) in alphabetischer Reihenfolge.




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Publication Date:
28 October 2020 (online)

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