Der Notarzt 2020; 36(06): 357-358
DOI: 10.1055/a-1246-9383
Leserbrief

Leserbrief zu Buschmann C et al. Traumaassoziierte Reanimation und vermeidbare Todesfälle bei Trauma. Notarzt 2020; 36: 293 – 302

Tom Malysch
1  Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie, Klinikum Brandenburg, Medizinische Hochschule Brandenburg, Deutschland
,
Bernd A. Leidel
2  Zentrale Notaufnahme, Campus Benjamin Franklin, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Deutschland
3  Luftrettungszentrum Christoph 31, ADAC Luftrettung gGmbH und Notarztstützpunkt NEF 4105 der Berliner Feuerwehr, Berlin, Deutschland
,
Christian Macke
4  Klinik für Unfallchirurgie, Medizinische Hochschule Hannover, Deutschland
5  Luftrettungszentrum Christoph 4 Hannover, Deutschland
,
Marcus Rudolph
6  Wissenschaftlicher Arbeitskreis der DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG, Filderstadt, Deutschland
7  Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivtherapie, Universitätsmedizin Mannheim, Deutschland
,
Karl-Georg Kanz
8  Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, Deutschland
,
Janosch Dahmen
9  Ärztliche Leitung, Stab Rettungsdienst der Berliner Feuerwehr, Berlin, Deutschland
10  Universität Witten/Herdecke, Fakultät für Gesundheit, Department Humanmedizin, Witten/Herdecke, Deutschland
› Author Affiliations

Mit großem Interesse haben wir den Artikel „Traumaassoziierte Reanimation und vermeidbare Todesfälle bei Trauma“ [1] gelesen und freuen uns, dass eine Kernproblematik der Notfallversorgung beim Trauma erneut ausführlich beleuchtet wird. Das Erkennen und Behandeln des traumatisch bedingten Herz-Kreislauf-Stillstandes stellt immer noch ein relevantes Problem dar. Wie von den Autoren beschrieben ist außer dem Erkennen selbst auch die effektive und strukturierte Behandlung entsprechend den Empfehlungen des European Resuscitation Council (ERC) unzureichend umgesetzt [2]. Anhand der vermeidbaren Todesfälle nach Trauma haben sie eindrücklich dargestellt, dass die Durchführung der Basismaßnahmen (Oxygenierung/Ventilation, Blutungskontrolle, Thoraxentlastung beidseits, ggf. Volumengabe) die Grundlagen der Versorgung darstellt, aber zurzeit nicht flächendeckend selbstverständlich erscheint, woraus sich immer noch ein ausgeprägter Schulungsbedarf dieser Maßnahmen zeigt. Die Forderung einer Mindestzahl der zu erbringenden invasiven Maßnahmen im Rahmen der Ausbildung von Notärzten wäre analog der Forderung für erbrachte Intubationszahlen in diesem Kontext überlegenswert.



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Publication Date:
07 December 2020 (online)

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