Neuroradiologie Scan 2020; 10(03): 177-178
DOI: 10.1055/a-1207-8416
Aktuell
Zerebrovaskulär

Gefäßwandverdickung und -enhancement bei der Moyamoya-Erkrankung

Die Moyamoya-Erkrankung (MMD) und eine intrakranielle Arteriosklerose sind in der Angiografie mitunter schwierig zu unterscheiden und eine Fehldiagnose könnte eine adäquate Behandlung verhindern oder verzögern. Doch mit der hochauflösenden Gefäßwanddarstellung ist es inzwischen möglich, die MMD von anderen cerebrovaskulären Erkrankungen zu differenzieren.

Fazit

Ein konzentrisches Wandenhancement bzw. eine Gefäßwandverdickung kamen bei den hier untersuchten MMD-Patienten im Vergleich zu chinesischen und japanischen Patienten aus anderen Studien selten vor. Die distale A. carotis interna war mit Abstand am häufigsten betroffen – ein Hinweis darauf, dass die MMD dort beginnt und sich erst im Verlauf auf die A. cerebri media und später auch die A. cerebri anterior ausdehnt. Die Autoren empfehlen weitere (multizentrische) Untersuchungen, um die Ergebnisse ihrer Studie zu validieren.



Publication History

Publication Date:
06 August 2020 (online)

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