Neonatologie Scan 2020; 09(03): 172-173
DOI: 10.1055/a-1178-3247
Diskussion

PDA: Hohe und geringe Therapieraten verschlechtern die Prognose

Ob ein persistierender Ductus arteriosus (PDA) bei Frühgeborenen aktiv behandelt wird, welcher Zeitpunkt und welche Therapiemodalität – medikamentös oder chirurgisch – hierfür gewählt werden und welche Patienten diesbezüglich die Zielpopulation bilden (Gestationsalter, PDA-Schweregrad), liegt in der Entscheidung jedes einzelnen neonatologischen Zentrums. Mit welcher Strategie lassen sich die besten Behandlungsergebnisse erzielen?

Fazit

Das PDA-Management variiert erheblich von NICU zu NICU, schlussfolgern die Autorinnen und Autoren. Ihren Berechnungen zu Folge gehen sowohl hohe als auch niedrige PDA-Therapieraten mit einer schlechteren Prognose einher. Die beste Prognose haben offenbar Frühgeborene, die in einem Zentrum mit durchschnittlich vielen PDA-Interventionen behandelt werden. Ihrer Ansicht nach müssen weitere Studien nun klären, welche Patienten am stärksten von einer Therapie profitieren.



Publication History

Publication Date:
21 August 2020 (online)

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