Rofo
DOI: 10.1055/a-1172-6516
The Interesting Case

Kontrastmittelultraschall (CEUS) zur Erfolgskontrolle nach translumbaler Embolisation von komplizierten Typ-II-Endolecks nach endovaskulärer Aortenaneurysmarekonstruktion (EVAR)

Natascha Platz Batista da Silva
Department of Radiology, University Hospital Regensburg, Germany
,
Ernst Michael Jung
Department of Radiology, University Hospital Regensburg, Germany
,
Wibke Uller
Department of Radiology, University Hospital Regensburg, Germany
› Author Affiliations

Einleitung

Derzeitige Standardtherapie des abdominellen Aortenaneurysmas (BAA) ist die endovaskuläre Aortenrekonstruktion (EVAR), zu deren häufigster Komplikation Endoleckagen zählen. Meist handelt es sich um Typ-II-Endolecks. Typ-II-Endoleckagen treten in ca. 10–25 % der Fälle nach EVAR auf und werden durch einen persistierenden Blutzufluss aus einem oder mehreren viszeralen Gefäßen in den Aneurysmasack unterhalten ([Tab. 1]) [AWMF S3-Leitlinie BAA 2018]. Da sich 40–70 % der Typ-II-Endolecks in den ersten Monaten postoperativ selbst limitieren, kann zunächst eine Kontrolle ohne Therapie erfolgen [Ribé et al. Vasc 2017; 25: 266–271]. Sollte ein persistierendes Endoleck mit Expansion des Aneurysmasacks bestehen, gibt es derzeit mehrere interventionell-radiologische Embolisationstechniken zum Verschluss der speisenden Gefäße (Embolisation mittels Coils oder permanente Flüssigembolisaten). Der interventionelle Zugangsweg kann hierbei perkutan-transarteriell oder direkt translumbal erfolgen.



Publication History

Publication Date:
09 June 2020 (online)

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