Geriatrie up2date 2020; 2(03): 203-217
DOI: 10.1055/a-1162-0233
Chirurgie und Orthopädie

Frakturen im Alter

Carl Neuerburg
,
Julia Schneller
,
Christian Kammerlander

Im Alter können bereits Niedrigenergietraumata wie Stolperstürze zu schwerwiegenden Verletzungen führen, deren Folgen ernsthafte Auswirkungen auf die Lebensqualität der Patienten haben. Zu den häufigsten Frakturen älterer Patienten gehören Hüft- und Wirbelkörperfrakturen, gefolgt von Frakturen des Schulter-/Handgelenks und Rippenfrakturen. Der Artikel arbeitet die Besonderheiten der Versorgung dieser geriatrischen Patienten heraus.

Kernaussagen
  • Im Alter führen bereits Niedrigenergietraumata wie etwa Stolperstürze zu schwerwiegenden Verletzungen.

  • Die demografische Entwicklung lässt eine erhebliche Zunahme der Anzahl geriatrischer Frakturen erwarten.

  • Häufig kommt es bei älteren Menschen zu Hüft- und Wirbelkörperfrakturen, gefolgt von Frakturen des Schulter-/Handgelenks sowie Rippenfrakturen.

  • Osteoporose stellt einen der Hauptrisikofaktoren für Wirbelkörperfrakturen im Alter dar.

  • Frakturen im Alter erfordern eine rasche, belastungsstabile Versorgung, damit eine zeitnahe Re-Mobilisierung der Patienten möglich ist.

  • Die Traumafolgen können ernsthafte Auswirkungen auf die Lebensqualität der Patienten haben. Von großer Relevanz ist deshalb ein interdisziplinäres Behandlungskonzept, bei welchem nicht nur der Behandlung der Begleiterkrankungen wesentliche Bedeutung zukommt, sondern insbesondere auch die Mobilisierung unter physiotherapeutischer Anleitung.



Publication History

Publication Date:
20 July 2020 (online)

Georg Thieme Verlag KG
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