Rofo
DOI: 10.1055/a-1161-9358
Musculoskeletal System

CT-gesteuerte lumbale Schmerztherapie – Kann die Verteilung des Medikaments den Erfolg der Behandlung voraussagen?

Article in several languages: English | deutsch
Christoph Alexander Stueckle
1  University Witten/Herdecke, Faculty of Health, Witten, Germany
2  Diagnostic and Interventional Radiology, HELIOS University Hospital Wuppertal, University Witten/Herdecke, Germany
4  Medical Center MVZ Professor Uhlenbrock & Partner GmbH, Dortmund, Germany
,
Sarah Talarczyk
1  University Witten/Herdecke, Faculty of Health, Witten, Germany
4  Medical Center MVZ Professor Uhlenbrock & Partner GmbH, Dortmund, Germany
,
Benedikt Hackert
3  Department of Psychology/ Psychotherapy, University Witten/Herdecke, Germany
,
Martin Wawro
4  Medical Center MVZ Professor Uhlenbrock & Partner GmbH, Dortmund, Germany
,
Patrick Haage
2  Diagnostic and Interventional Radiology, HELIOS University Hospital Wuppertal, University Witten/Herdecke, Germany
,
Ulrich Weger
3  Department of Psychology/ Psychotherapy, University Witten/Herdecke, Germany
› Author Affiliations

Zusammenfassung

Ziel Die vorliegende Arbeit untersucht, ob über die Verteilung des Medikamenten-Kontrastmittel-Gemisches im Rahmen der CT-gesteuerten periradikulären Therapie eine Aussage über den zu erwartenden Erfolg getroffen werden kann.

Material und Methode Über einen Zeitraum von 15 Monaten wurden konsekutiv insgesamt 97 Patienten untersucht, die vom Schmerztherapeuten zur CT-gesteuerten periradikulären Therapie überwiesen worden sind. Insgesamt konnten wir 420 CT-gesteuerte Interventionen einschließen. Wir haben die relative Verteilung des Medikamentengemisches in Korrelation zum Neuroforamen mit dem Schmerzscore des Patienten im Verlauf korreliert. Zudem wurde überprüft, ob es eine Abhängigkeit des Behandlungserfolgs vom behandelnden Arzt gibt.

Ergebnisse Die Patienten zeigten insgesamt ein sehr gutes Outcome: 90 % der mittels CT-gesteuerter periradikulärer Therapie behandelten Patienten zeigten eine Verbesserung der Schmerzsymptomatik. 10 % zeigten keine Verbesserung durch die CT-gestützte Intervention. Im Durchschnitt verbesserte sich der Schmerzscore von 7,4 (2–10) vor der Intervention auf 3,7 (0–9) am Ende der Therapie. Es zeigte sich eine negative Korrelation von –0,22 (p < 0,028) zwischen der Schmerzreduktion und der Nähe des Medikamentengemisches zum Neuroforamen. Zudem zeigten unsere Daten eine Abhängigkeit des Outcomes vom behandelnden Arzt (p < 0,0084).

Schlussfolgerungen Die CT-gesteuerte periradikuläre Therapie führt in den meisten Fällen zu einer guten Schmerzreduktion. Neben einer guten Platzierung des Medikamentengemisches in der Nähe der affektierten Nervenwurzel scheint auch der ausführende Arzt eine Rolle beim Outcome für den Patienten zu spielen.

Kernaussagen:

  • Die CT-gesteuerte periradikuläre Therapie zeigt bei 90 % der behandelten Patienten eine gute oder sehr gute Besserung der Beschwerdesymptomatik.

  • Der behandelnde Radiologe ist neben der technischen Durchführung ein wichtiger, den Erfolg mitbestimmender Parameter.

  • Der Erfolg der CT-gesteuerten Behandlung ist nur mäßig mit einer absoluten Verteilung des Medikamentengemisches korreliert.

Zitierweise

  • Stueckle CA, Talarczyk S, Hackert B et al. CT-guided Interventional Therapy of Back Pain – Predictors of Success in Treatment. Fortschr Röntgenstr 2020; DOI: 10.1055/a-1161-9358



Publication History

Received: 01 February 2020

Accepted: 11 April 2020

Publication Date:
16 July 2020 (online)

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