Der Klinikarzt 2020; 49(04): 117
DOI: 10.1055/a-1148-1265
Klinikgeschichte
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Ein krisenfestes Krankenhaus: Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus

Christian Hardinghaus
1  Historiker, Medien- und Literaturwissenschaftler, Osnabrück
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09 April 2020 (online)

Die Ende Dezember 2019 in China ausgebrochene Corona-Pandemie hält die Welt in Atem. Bis Ende März 2020 haben sich knapp 700 000 Menschen mit dem Erreger SARS-CoV-2 infiziert und über 30 000, vor allem ältere und vorerkrankte, Patienten sind bereits an den Folgen gestorben. Die Gesellschaften und Gesundheitssysteme aller Länder werden auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. Kliniken und Krankenhäuser laufen auf Hochbetrieb, medizinisches Personal geht bis an menschliche Leistungsgrenzen, um Leben zu retten und sich auf weitere Infiziertenwellen vorzubereiten. Neben der Entwicklung von Medikamenten, schnellen Erkennungstests und Impfstoffen, steht die Kapazität der Intensivbettenplätze auf dem Prüfstand. In Deutschland stellt sich die Frage, wie es beispielsweise zu Engpässen bei der Materialbeschaffung wie etwa Millionen fehlenden Schutzmasken kommen konnte. Doch bricht die Versorgung der Intensivmedizin nicht zusammen wie in China, Italien oder Spanien. Deutsche Kliniken verfügen mit etwa 28 000 Betten über die meisten Intensivpflegeplätze weltweit. Eines dieser gut gerüsteten Krankenhäuser ist das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden, das in seiner Geschichte mehrere Krisen durchgestanden hat.