Krankenhaushygiene up2date 2019; 14(04): 391-405
DOI: 10.1055/a-1030-2367
Präventionsmaßnahmen
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Management der frühen postoperativen Wundinfektion

Matthias Militz
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
03. Dezember 2019 (online)

Eine der schwerwiegendsten Komplikationen in der Unfallchirurgie und Orthopädie ist die Wundinfektion. Durch die Anwesenheit eines Implantates erhöht sich das Risiko einer Infektion weiter. Neben der Prävention nosokomialer Infektionen stellt die suffiziente Diagnostik und Therapie einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Patientensicherheit und Vermeidung schwerwiegender Komplikationen dar.

Kernaussagen
  • Frühe postoperative Wundinfektionen können nicht vollkommen verhindert werden.

  • Neben der Prävention durch geeignete Maßnahmen und strenge Indikationsstellung für einen operativen Eingriff ist das rechtzeitige konsequente Handeln beim Verdacht auf eine postoperative Wundinfektion die wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie dieser Erkrankung.

  • Dazu gehören

    • die Indikationsstellung für eine operative Revision im Verdachtsfall,

    • die rationale chirurgische Therapie,

    • die begleitende Antibiotikatherapie entsprechend der Antibiotic Stewardship (ABS).

  • Zur rationalen Umsetzung der Therapieprinzipien empfiehlt es sich, die Indikation zur Revisionsoperation durch einen Unbefangenen durchführen zu lassen, der erfahren in der Behandlung septischer Komplikationen ist.

  • Die unterschiedliche Infrastruktur muss bei der Entscheidungsfindung Berücksichtigung finden!