Z Orthop Unfall
DOI: 10.1055/a-1023-4756
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Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Risiken und Komplikationsvermeidungsstrategien bei der chirurgischen Zugangspräparation zur operativen Stabilisierung von Beckenringverletzungen und Azetabulumfrakturen

Article in several languages: English | deutsch
Markus Alexander Küper
1  Department for Trauma and Reconstructive Surgery, BG Hospital Tubingen
,
Alexander Trulson
2  Department for Trauma and Orthopaedic Surgery, BG Trauma Hospital Murnau
,
Christian Minarski
1  Department for Trauma and Reconstructive Surgery, BG Hospital Tubingen
,
Fabian Stuby
2  Department for Trauma and Orthopaedic Surgery, BG Trauma Hospital Murnau
,
Ulrich Stöckle
3  Centre for Musculoskeletal Surgery, Charité University Medicine Berlin
,
Christian Konrads
1  Department for Trauma and Reconstructive Surgery, BG Hospital Tubingen
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Publication Date:
03 December 2019 (online)

Zusammenfassung

Verletzungen des Beckenrings lassen sich grundsätzlich einteilen in Verletzungen des vorderen und des hinteren Beckenrings. Bei Frakturen des Azetabulums dagegen unterscheidet man Frakturen mit Hauptdislokation im Bereich des vorderen Pfeilers von Frakturen des hinteren Pfeilers. Inwieweit eine operative Stabilisierung indiziert ist, hängt jeweils vom Grad der Instabilität ab. Zur Osteosynthese des Beckenrings bzw. des Azetabulums stehen zahlreiche operative Zugangswege zur Verfügung. Die Wahl des operativen Zugangs richtet sich daher – wie üblich in der Chirurgie – vornehmlich nach dem operativen Ziel und den anatomischen Strukturen, die erreicht werden sollen. Im Fall des Beckenrings und des Azetabulums bieten sich hier bspw. die ventralen und die dorsalen Zugänge an. Die genaue Kenntnis der Risiken der jeweiligen Zugangswege ist wichtig. Eine exakte, an der Anatomie orientierte Planung unter Berücksichtigung der individuellen Risikofaktoren des jeweiligen Patienten hilft, die zugangsbedingte Morbidität zu reduzieren und die Patientensicherheit zu erhöhen.