Z Orthop Unfall
DOI: 10.1055/a-1023-4679
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Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Proximale Femurosteotomien im Wachstumsalter: Wann indiziert? Wie operieren?

Article in several languages: English | deutsch
Milena M. Ploeger
Department of Orthopaedics and Trauma Surgery, Bonn University Hospital
,
Martin Gathen
Department of Orthopaedics and Trauma Surgery, Bonn University Hospital
,
Charlotte Struwe
Department of Orthopaedics and Trauma Surgery, Bonn University Hospital
,
Richard Placzek
Department of Orthopaedics and Trauma Surgery, Bonn University Hospital
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Publication Date:
27 November 2019 (online)

Zusammenfassung

Proximale Femurosteotomien sind in der Kinderorthopädie ein häufiger Eingriff zur Korrektur hüftgelenksnaher Deformitäten. Ziel der proximalen Femurosteotomien ist i. d. R. die Optimierung des Containments der Hüfte durch Varisierung oder Valgisierung, Extension oder Flexion mit ggf. begleitender Verkürzung, Verlängerung oder Derotation. Weitere operative Ziele sind die Verbesserung einer möglichen muskulären Dysbalance durch Optimierung des femoralen Offsets, Erweiterung des Bewegungsumfangs und Schmerzreduktion. Langfristig gilt es, durch die proximale Femurosteotomie den Progress einer frühzeitigen Koxarthrose zu minimieren. In der Literatur ist die Bandbreite der beschriebenen proximalen Femurosteotomien groß. Grob lassen sie sich anhand ihrer anatomischen Lokalisation in subkapital, basozervikal, intertrochantär und subtrochantär unterteilen. Zur richtigen Wahl des operativen Verfahrens ist ein profundes Wissen über die Genese der Erkrankung und Indikationsstellung notwendig. Ziel der vorliegenden Literaturübersicht ist es, anhand einer selektiven Literaturrecherche die unterschiedlichen Osteotomieverfahren am proximalen Femur sowie ihre Indikationen darzustellen. Zusätzlich zeigt sich in den letzten Jahren ein Wechsel hinsichtlich des verwendeten Osteosyntheseverfahrens hin zu winkelstabilen Implantaten. Aufgrund der Winkelstabilität entfällt i. d. R. die postoperative Ruhigstellung im Becken-Bein-Gips und erleichtert somit dem jungen Patienten eine zügige Remobilisation.