Der Klinikarzt 2019; 48(10): 420-427
DOI: 10.1055/a-1014-9860
Schwerpunkt
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Herzinsuffizienz, COPD und Betablocker-Therapie

Herausforderungen der kardialen und pulmonalen Komorbiditäten
Mathias M. Borst
1  Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim
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Publication Date:
21 October 2019 (online)

ZUSAMMENFASSUNG

Herzinsuffizienz und COPD sind häufig und begegnen uns vielfach gemeinsam. Jede der beiden Erkrankungen führt als Komorbidität der anderen zu einer erhöhten Morbidität und Mortalität, was eine erhöhte Aufmerksamkeit erfordert. Dies gilt in der stabilen Phase und besonders während akuter Dekompensation bzw. Exazerbation. Eine exakte Diagnostik ist notwendig. Sie sollte bei Patienten mit COPD neben klinischen Parametern EKG, Echokardiografie und die Bestimmung eines natriuretischen Peptids umfassen, bei solchen mit Herzinsuffizienz zumindest eine Spirometrie. COPD und Herzinsuffizienz werden jeweils ohne Abstriche leitliniengerecht behandelt. Eine Therapie mit kardioselektiven Betablockern aus kardiologischer Indikation darf COPD-Patienten nicht verweigert werden, wie es vielfach der Fall ist. Vielmehr verbessert sie deren Prognose signifikant.