Z Orthop Unfall
DOI: 10.1055/a-1014-3667
Original Article/Originalarbeit
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Körperliche Leistungsfähigkeit und Lebensqualität nach Arthrodese des oberen Sprunggelenks

Article in several languages: English | deutsch
Norbert Harrasser
1  Foot and Ankle Surgery, Schön Klinik München Harlaching, Munich
2  Klinik und Poliklinik für Orthopädie/Sportorthopädie, Klinikum rechts der Isar, Munich
,
Christine Gebhardt
3  Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Universitätsklinikum Freiburg
,
Norbert P. Südkamp
3  Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Universitätsklinikum Freiburg
,
Hagen Schmal
3  Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Universitätsklinikum Freiburg
4  Department of Orthopedics and Traumatology, Odense University Hospital, Odense, Dänemark
,
Markus Walther
1  Foot and Ankle Surgery, Schön Klinik München Harlaching, Munich
,
Alexander Thomas Mehlhorn
1  Foot and Ankle Surgery, Schön Klinik München Harlaching, Munich
3  Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Universitätsklinikum Freiburg
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Publication History

Publication Date:
09 December 2019 (online)

Zusammenfassung

Einleitung Die obere Sprunggelenkarthrodese (OSG-Arthrodese) gilt nach wie vor als etablierte Therapie der endgradigen OSG-Arthrose. Zur exakten Darstellung der postoperativen Funktionsfähigkeit ist es nötig eine Vielzahl an funktionellen Scores und Fragebögen zur Lebensqualität zur Rate zu ziehen.

Methodik/Patienten 34 Patienten mit 34 OSG-Arthrodesen wurden im Mittel 5,9 Jahre postoperativ durch funktionelle Tests und mit Fragebögen zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität (AOFAS-Rückfußscore [AOFAS: American Orthopaedic Foot/Ankle Society], Foot-Function-Index [FFI], Lower Extremity Functional Scale [LEFS], Lower Extremity Activity Scale [LEAS], Visual Analogue Scale Foot/Ankle Surgery [VAS FA], Short Form 36 [SF-36], EuroQol 5D [EQ-5D]) nachuntersucht.

Ergebnisse Durch die OSG-Arthrodese konnte: in der Mehrzahl der Fälle eine Schmerzreduktion, jedoch meist keine vollständige Schmerzfreiheit erreicht werden; die maximale Gehstrecke (subjektiv mehr als objektiv) verlängert werden; selten ein Gehen ohne jegliche Hilfsmittel erreicht werden; sich das Gangbild in den meisten Fällen objektiv nur sehr leicht verändern; der Wiedereinstieg ins Berufsleben oft ermöglicht werden; das Treppensteigen nicht immer problemlos ermöglicht werden; die psychische Situation mit derjenigen fußgesunder Personen angeglichen werden.

Schlussfolgerung Die Ergebnisse der Studie belegen den Erfolg der OSG-Arthrodese in der Mehrzahl der Fälle. Konkrete Einschränkungen und Restbeschwerden können den Patienten anhand der vorliegenden Daten genannt werden.