Phys Med Rehab Kuror 2019; 29(05): 252
DOI: 10.1055/a-1007-9393
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Rezension
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Eine Übungssammlung – umfangreich und praxisnah

Anja Buder
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Publication Date:
07 October 2019 (online)

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Dem Titel entsprechend liegt hier eine umfangreiche Übungssammlung mit „Loops und Superloops“ vor. Allerdings fehlt im Buch der Bezug zur „(Sport-)Physiotherapie“ – der Leser muss sich diesen selbst herleiten. Die Struktur ist klar nachvollziehbar, das Inhaltsverzeichnis orientiert sich an Muskelgruppen und Übungsschwerpunkten.

Im Einstieg werden kurz und anschaulich die Besonderheiten und Vorteile der elastischen Trainingsgeräte vorgestellt. Es folgt der Hauptabschnitt „Athletiktraining“, dem eine tabellarische Übungsübersicht vorangeht. Als Nachteil ist hier anzumerken, dass die Tabelle keiner erkennbaren Struktur folgt, welche ein Suchen nach bestimmten Kriterien ermöglicht. Die Anordnung ist weder alphabetisch, noch thematisch, noch nach Muskelgruppen sortiert. Das erschwert den Überblick. Die zahlreich aufgeführten Einsatzbereiche der Loops überschneiden sich stark und der Schwerpunkt der (Sport-)Physiotherapie wird hingegen nicht deutlich. Es kann dem Leser, insbesondere dem Physiotherapeuten jedoch gelingen, diese Bezüge selbst herzustellen – unterstützt durch den Aufbau der einzelnen Abschnitte, die detaillierten Erklärungen und Hinweise und die hilfreichen Abbildungen. Allerdings wären eindeutige Bezüge zur therapeutischen Anwendung hilfreich, dies würde dem Titel eher gerecht werden.

Den Abschluss bildet ein kurzer interessanter Passus zu „Dehnung, Kompression und Flossing“. Hier vermischen sich jedoch verschiedene Ansätze (aktive und passive Dehnung, Mobilisation, Flossing, Kompression) – der Schwerpunkt ist daher eindeutig. Demgegenüber ist der erste Teil zum Athletiktraining sehr umfangreich, strukturiert und deckt alle Muskelgruppen gut ab.

Alles in allem stellt das Buch jedoch eine gute Übungssammlung dar. Es dient dem Zweck der konkreten Anleitung und dem Verständnis der einzelnen Anwendungstechniken mit Loops und Superloops. Inwieweit die jeweilige Nutzung im therapeutischen Setting sinnvoll ist bleibt dem Leser und dessen Fachwissen überlassen.

Dr. phil. Anja Buder, Jena