Klinische Neurophysiologie 2019; 50(03): 177-178
DOI: 10.1055/a-0962-8554
Neuro-Quiz
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Augenzittern – ein Notfall?

Maike Dohrn
1  Neurologische Klinik, Universitätsklinik der RWTH Aachen
,
Manuel Dafotakis
1  Neurologische Klinik, Universitätsklinik der RWTH Aachen
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
10. September 2019 (online)

Der sichtlich aufgeregte 23-jährige Patient stellte sich in unserer Ambulanz vor, nachdem einem Betriebsarzt im Rahmen einer Einstellungsuntersuchung ein „Augenzittern“ aufgefallen war. Eine MRT-Untersuchung des Schädels sei unauffällig gewesen. Auch hätten „Labortests“ nichts ergeben.

Klinisch war der Patient bis auf die besagte „Abnormität“ unauffällig. Die Vorgeschichte und Familienanamnese waren leer. Alkohol-, Nikotin- und Drogen-Konsum wurden verneint.

Die [Abb. 1] zeigt eine Aufzeichnung der Augenbewegung mittels Videookulografie unter verschiedenen Bedingungen.

DIE AUFNAHMEN ZEIGEN TYPISCHE BEFUNDE
  • Wie lautet Ihre Diagnose?

  • Welche weiteren Untersuchungen würden Sie vorschlagen?

Zoom Image
Abb. 1 Videookulographie. a horizontale Augenbewegung in Dunkelheit (= ohne Fixation); b horizontale Augenbewegung mit Fixation; c horizontale Augenbewegung beim optokinetischen Nystagmus bei Objektbewegung nach links.

Auflösung

Diagnose

Kongenitaler Fixationsnystagmus

Weitere Untersuchungen

Keine notwendig.