Neuroradiol Scan 2019; 09(03): 219-220
DOI: 10.1055/a-0960-8913
Aktuell
Interventionen
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Hyperglykämie – Risikofaktor für den Verlauf ischämischer Apoplexe

Further Information

Publication History

Publication Date:
06 August 2019 (online)

Seit vielen Jahren ist es ärztliches Allgemeinwissen, dass erhöhte Blutzucker den Verlauf von Schlaganfällen verschlechtern. Ischämische Apoplexe werden aber in den letzten Jahren zunehmend mit endovaskulärer Thrombektomie (EVT) behandelt. Chamarro et al. untersuchten nun in einer Metaanalyse, ob dieser negative Effekt der Hyperglykämie auch bei mit EVT behandelten Apoplex-Patienten auftritt.

Fazit

Das funktionelle Ergebnis nach ischämischen Schlaganfällen verbessert sich durch die Anwendung von endovaskulärer Thrombektomie gegenüber Standardtherapie unabhängig vom Blutzuckerspiegel, der positive Effekt ist jedoch bei niedrigeren Werten ausgeprägter. Ob umgekehrt eine bessere periinterventionelle Blutzuckerkontrolle den Erfolg der EVT weiter verbessert, sollte Gegenstand weiterer Untersuchungen sein, so die Autoren.