Neuroradiol Scan 2019; 09(03): 210
DOI: 10.1055/a-0960-8685
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M. Menière in der MRT zuverlässiger diagnostizieren

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Publication Date:
06 August 2019 (online)

Die 3D-FLAIR-MRT stellt den Endolymphhydrops beim M. Menière dar und erweitert das diagnostische Spektrum. Zwischen den klinischen und radiologischen Ergebnissen ergeben sich mit den Standardkriterien teilweise Diskrepanzen. Bernaerts et al. schlagen eine Erweiterung der Baráth-Kriterien und die Berücksichtigung des perilymphatischen Enhancements vor.

Fazit

Das Grading-System aus vestibulär-kochleären EH und PE in der MRT war eine zuverlässige Methode für die Diagnose M. Menière. Die gesteigerte perilymphatische Anreicherung bestätigt laut den Autoren pathogenetische Hypothesen, nach denen eine gesteigerte Permeabilität der Blut-Perilymph-Schranke besteht. Hauptnachteil der Studie sei die Kontrollgruppe (kontralaterale Ohren). Prospektive Studien sollten die diagnostische Genauigkeit der 4-Stadienbeurteilung des vestibulären EH und der kochleären PE bestätigen.