Palliativmedizin 2019; 20(04): 170
DOI: 10.1055/a-0946-4731
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© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Lebensliteratur: Der Erzählinstinkt – Warum das Gehirn in Geschichten denkt

Contributor(s):
Harald Retschitzegger
Wien
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Publication Date:
08 July 2019 (online)

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Ein etwas anderes Buch. Lebensliteratur. Ein Buch über Geschichten und das Erzählen von Geschichten – weil letztendlich unser ganzes Leben und auch unsere ganze Tätigkeit in Palliative Care mit dem Erzählen von Geschichten zusammenhängen. Davon handelt dieses Buch. „Mit einem Mal durchdrang mich die Erkenntnis, dass keiner der hier Anwesenden leben könnte, ohne Geschichten zu erzählen“, schreibt der Autor Werner Siefer in der Einleitung. Gemeint sind damit all die Geschichten, die wir im täglichen Zusammenleben erzählen, die Erlebnisse, die wir im Kreis mehr oder weniger vertrauter Menschen zu Geschichten formen. Und wenn Siefer weiter schreibt, „Geschichten lassen eine enge soziale Gemeinschaft unmittelbar spürbar werden. Sie wecken Erinnerungen oder Phantasien“, dann beschreibt er damit genau das, was wir im Umgang mit jeder verbal kommunikationsfähigen Patientin und Angehörigen in unserer Arbeit erleben.