Aktuel Urol 2019; 50(06): 639-648
DOI: 10.1055/a-0915-7817
Operative Techniken
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Urethrotomia interna

Herbert Leyh

Subject Editor: Wissenschaftlich verantwortlich gemäß Zertifizierungsbestimmungen für diesen Beitrag ist Prof. Prof. Dr. med. Herbert Leyh, Garmisch-Partenkirchen.
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Publication Date:
26 November 2019 (online)

Steckbrief

Bei kurzstreckigen primären Harnröhrenstrikturen, die auf das Harnröhrenepithel oder auf die oberflächlichen Lagen des Corpus spongiosum beschränkt sind, besteht beim Mann die Indikation zur Urethrotomia interna. Die Inzision wird hierbei bei 12 Uhr durchgeführt, im distalen Harnröhrenbereich „blind“ mittels Otis-Urethrotom und im proximalen Harnröhrenabschnitt unter optischer Kontrolle mittels eines Sicht-Urethrotoms. Die Hauptrisiken sind eine Verletzung des Sphinkter urethrae externus und die Bildung einer Via falsa. Bei rasch rezidivierenden, multiplen oder langstreckigen Strikturen sollte insbesondere bei jüngeren Patienten anstelle einer erneuten Urethrotomie ein offen-chirurgisches Verfahren erwogen werden.