Diabetologie und Stoffwechsel 2019; 14(S 02): S142-S152
DOI: 10.1055/a-0898-7429
DDG-Praxisempfehlung
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Therapie des Typ-1-Diabetes – Kurzfassung der S3-Leitlinie (AWMF-Registernummer: 057-013; 2. Auflage)

Thomas Haak
1  Diabetes-Klinik Bad Mergentheim
,
Stefan Gölz
2  Diabetesschwerpunktpraxis Esslingen
,
Andreas Fritsche
3  Innere Medizin IV, Medizinische Klinik, Universitätsklinikum Tübingen
,
Martin Füchtenbusch
4  Diabeteszentrum am Marienplatz München
,
Thorsten Siegmund
5  Isarklinikum München
,
Elisabeth Schnellbächer
6  Birkenfeld
,
Harald H. Klein
7  Medizinische Universitätsklinik I – Allgemeine Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie, Gastroenterologie und Hepatologie, Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil
,
Til Uebel
8  prima-diab Praxis Dres. Uebel/Nittka/Mayer/Merkle, Ittlingen
,
Diana Droßel
9  Eschweiler
› Institutsangaben
Weitere Informationen

Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
29. Oktober 2019 (online)

Adressaten und Ziele

Diese Leitlinie richtet sich an alle Menschen mit Typ-1-Diabetes sowie alle Berufsgruppen, die Menschen mit Typ-1-Diabetes betreuen, vor allem:

  • niedergelassene Diabetologen,

  • Allgemeinärzte und Internisten,

  • im Krankenhaus tätige Ärzte (Diabetesspezialisten, Anästhesisten, Chirurgen, Radiologen),

  • Pflegende (im OP-Bereich, auf den Stationen oder im Bereich der Diagnostik) und

  • ambulant oder stationär tätige Diabetesberater/-innen und weitere Berufsgruppen in der Diabetologie.

Darüber hinaus richtet sich die Leitlinie an übergeordnete Institutionen wie Krankenkassen oder medizinische Dienste.

Mit der Erstellung und Aktualisierung dieser Leitlinien verfolgen die Autoren die folgenden Ziele:

  1. die Rate diabetesassoziierter Komplikationen und diabetesassoziierter Folgeschäden zu senken. Dabei wird erstmals auch die Diagnostik und Behandlung von Lipodystrophien beschrieben;

  2. die Lebensqualität von Menschen mit Typ-1-Diabetes zu verbessern;

  3. zu einer angemessenen Versorgung von Menschen mit Typ-1-Diabetes im Krankenhaus sowohl auf Normalstationen als auch auf Intensivstationen beizutragen. Insbesondere sollte die Implementierung sicherer Protokolle zum Schutz vor Hypoglykämien bei intravenöser Insulintherapie gefördert werden;

  4. eine korrekte Behandlung von Akutkomplikationen sicherzustellen und damit das Risiko von Komplikationen aufgrund der Behandlung zu senken;

  5. die adäquate Schulung von Menschen mit Typ-1-Diabetes besonders im ambulanten Bereich stärker zu verankern.