Z Orthop Unfall
DOI: 10.1055/a-0889-8704
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Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Hüftendoprothetik nach Wirbelsäulenfusion

Article in several languages: English | deutsch
Philip Mark Anderson
Orthopädische Universitätsklinik König-Ludwig-Haus, Julius-Maximilians-Universität Würzburg
,
Jörg Arnholdt
Orthopädische Universitätsklinik König-Ludwig-Haus, Julius-Maximilians-Universität Würzburg
,
Maximilian Rudert
Orthopädische Universitätsklinik König-Ludwig-Haus, Julius-Maximilians-Universität Würzburg
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Publication Date:
05 June 2019 (eFirst)

Zusammenfassung

Aufgrund der engen funktionellen Verbindung bestehen degenerative Hüft- und Wirbelsäulenbeschwerden häufig zeitgleich an diesen beiden Skelettabschnitten. In diesem Zusammenhang wird auch vom „hip spine syndrom“ gesprochen. Bedingt durch den demografischen Wandel und die zunehmenden Operationszahlen kann man einen Anstieg an Patienten beobachten, bei denen sowohl ein endoprothetischer Ersatz des Hüftgelenks als auch eine Spondylodese insbesondere der Lendenwirbelsäule durchgeführt werden. Dabei liegen in der Literatur zahlreiche Berichte über auffällig hohe Raten an Hüftprothesenluxationen in diesem Patientenkollektiv bis zu knapp 30% vor. Biomechanische Studien und Überlegungen zeigen, dass operative Eingriffe an der Wirbelsäule direkte Auswirkungen auf die funktionelle Position des Azetabulums und damit der Pfannenkomponente haben und den Hüftchirurgen somit vor besondere Anforderungen bei der korrekten Implantation stellen. Fusionierende Wirbelsäuleneingriffe verändern nicht nur die Biomechanik der Wirbelsäule, sondern auch der Hüftgelenke und müssen entsprechend in die Planung vor einer Hüftprothese einkalkuliert werden.