Notf.med. up2date 2019; 14(04): 441-457
DOI: 10.1055/a-0883-6268
Pädiatrische Notfälle
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Das Neugeborene als Notfallpatient – Teil 2

Roland Hentschel
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Publication Date:
29 November 2019 (online)

In Teil 1 des Beitrags wurden bereits allgemeine Zeichen der schweren Erkrankung im Neugeborenenalter abgehandelt, außerdem wichtige, wegweisende Symptome, wie die Zyanose, der Ikterus und Apnoen [1]. In Teil 2 wird nun abschließend eine Auswahl spezifischer Krankheitsbilder dieser Altersgruppe dargestellt.

Kernaussagen
  • Notfälle im Neugeborenenalter betreffen eine Vielzahl von Organen und Organsystemen.

  • Die besondere Physiologie des Neugeborenen ist immer zu berücksichtigen, Analogieschlüsse aus der Erwachsenenmedizin sind oftmals falsch.

  • Die eigentliche Ursache bleibt initial oftmals im Verborgenen.

  • Entscheidend ist der klinische Blick des Pädiaters für den schwer kranken Patienten.

  • Die Symptome sind häufig unspezifisch, z. B. eine Zyanose, ein schneller Anstieg des Bilirubins, eine Tachydyspnoe oder Erbrechen.

  • Es gibt nur wenige Erkrankungen mit spezifischen Symptomen oder Symptomkombinationen, die eine Prima-vista-Diagnose erlauben.

  • Entscheidend sind immer

    • die Erkennung des Notfalls,

    • die konsequente und mutige Behandlung einer bestehenden Vitalstörung und

    • der unverzügliche Transport in eine Kinderklinik.