Z Orthop Unfall
DOI: 10.1055/a-0862-1070
Review/Übersicht
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Klinische Anwendung und Ergebnisse der Doppelplattenosteosynthese an der oberen Extremität

Article in several languages: English | deutsch
J. Christoph Katthagen
Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Universitätsklinikum Münster
,
Benedikt Schliemann
Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Universitätsklinikum Münster
,
Philipp A. Michel
Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Universitätsklinikum Münster
,
Lukas F. Heilmann
Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Universitätsklinikum Münster
,
Felix Dyrna
Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Universitätsklinikum Münster
,
Michael J. Raschke
Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Universitätsklinikum Münster
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Publication Date:
09 May 2019 (eFirst)

Zusammenfassung

Die Doppelplattenosteosynthese (DPO) ist an der oberen Extremität insbesondere bei der Versorgung der distalen Humerusfraktur etabliert. Die Indikation zur DPO wurde in den letzten Jahren über den distalen Humerus hinaus erweitert. Während sie zunächst insbesondere bei Revisionen von Pseudarthrosen, z. B. der Klavikula oder des Humerusschaftes, eingesetzt wurde, findet sie auch in der Primärversorgung komplexer Frakturen Anwendung. Die Vorteile liegen in der erhöhten Primärstabilität insbesondere in Bereichen, die hohen Torsions- und Biegekräften ausgesetzt sind (z. B. Humerusschaft). Am proximalen Humerus kann durch eine additive anteriore Platte eine zusätzliche Stabilisierung gegen eine sekundäre Varusdislokation geschaffen und ein großes Tuberculum-minus-Fragment direkt adressiert werden. Neuere Flachprofilplatten für das Olekranon erlauben eine stabile Frakturretention und minimieren die Weichteilirritationen. Der vorliegende Artikel gibt einen Überblick über die Indikationen zur DPO an der oberen Extremität, beleuchtet technische Aspekte und stellt mögliche Vorteile gegenüber der konventionellen Osteosynthese dar.