JC AINS 2019; 08(02): 93-94
DOI: 10.1055/a-0843-4857
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© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Unfallchirurgie/Orthopädie: Enhanced recovery after surgery (ERAS)

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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
19. Juni 2019 (online)

Hüftgelenksnahe Frakturen sind häufige Eingriffe, die in nahezu jeder unfallchirurgischen oder orthopädischen Klinik operiert werden. Durch den demografischen Wandel in unserer Gesellschaft wird die Inzidenz 2050 auf 7,3 – 21,3 Millionen Frakturen pro Jahr weltweit ansteigen.

Fazit

Die perioperative Prozessoptimierung und Standardisierung analog dem ERAS-Konzept ist bei hüftgelenksnahen Eingriffen sinnvoll. Dabei ist die prä- und postoperative Therapie in den meisten Kliniken bereits standardisiert und wird in Endoprothetikzentren regelmäßig überprüft. Die präoperative Nervenblockade wird vermutlich aufgrund der zusätzlich benötigten Ressourcen eher selten durchgeführt. Der Vorteil der intraoperativen Regionalanästhesie ist nachvollziehbar. Hier muss jedoch ein individueller Nutzen/eine Risikoabwägung erfolgen, da in diesem Patientenkollektiv häufig eine Therapie mit Antikoagulantien zu finden ist.