JC AINS 2019; 08(02): 90-92
DOI: 10.1055/a-0843-4798
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Gefäßchirurgie: Höheres Risiko für myokardiale Ischämie?

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Publication Date:
19 June 2019 (online)

Operationen gehen besonders bei Älteren mit einem höheren Risiko für kardiale Ereignisse einher – in der Fachliteratur spricht u. a. von „Myokardschädigung nach nicht-kardialen chirurgischen Eingriffen“ (MINS). Nachdem Patienten mit MINS in der Kohortenstudie VISION eine höhere 30-Tages-Mortalität zeigten, haben Biccard und Kollegen eine entsprechende Auswertung bei der Subgruppe der gefäßchirurgischen Patienten durchgeführt.

Fazit

In dieser prospektiven Kohortenstudie konnte bei 19,1 % der gefäßchirurgischen Patienten postoperativ eine ischämisch bedingte Myokardschädigung (MINS) festgestellt werden. MINS war ebenfalls ein unabhängiger Prädiktor für die 30-Tage-Mortalität und wäre ohne eine Troponin Messung bei fast 75 % der Patienten unentdeckt geblieben. Die Autorinnen/Autoren empfehlen daher eine routinemäßige Messung bei dieser vulnerablen Patientengruppe und sehen darin eine Chance zur Verbesserung des Outcomes.