JC AINS 2019; 08(02): 74
DOI: 10.1055/a-0843-4495
Highlights
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Das Tragen von Krawatten vermindert den zerebralen Blutfluss

Further Information

Publication History

Publication Date:
19 June 2019 (online)

Momentan scheint die Sorge um Krawattenträger sehr groß zu sein. Die Forschergruppe der vorliegenden Studie untersuchte deshalb den Einfluss von engen Krawatten auf den zerebralen Blutfluss.

Fazit

Die Forschergruppe um Lüddecke sieht in den Ergebnissen einen Zusammenhang der Halskompression mit reflektorischem Anstieg des intrakraniellen Druckes und dadurch bedingter Abnahme des zerebralen Blutflusses. Sie vermuten einen Abfall des zerebralen Perfusionsdrucks (CPP) aufgrund einer venösen Abflussbehinderung. Sie weisen aber auch darauf hin, dass sich der Abfall des zerebralen Blutflusses im physiologischen Rahmen bewegte und lediglich bei 5 Teilnehmern ein Abfall von mehr als 10 % stattfand.

Die Autoren weisen selbst auf Limitationen ihrer Untersuchung hin und empfehlen weitere Untersuchungen an verschiedenen Kohorten, z. B. ältere Männer oder Patienten mit Gefäßerkrankungen, durchzuführen. Sie betonen aber auch, dass die Untersuchung negative Effekte des Krawattentragens klar aufzeigt und Ärzte froh sein können, dass dieser Kleidungsstil nicht von ihnen verlangt wird.