Der Klinikarzt 2019; 48(01/02): 22-26
DOI: 10.1055/a-0842-4495
Schwerpunkt
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Naturheilverfahren in der Gynäkologie

Eine Unterstützung schulmedizinischer Therapien
Birthe Osorio
1  Frauenklinik, Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach
,
Andreas Brandt
2  Frauenklinik, Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach
,
Karsten Münstedt
3  Frauenklinik, Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
27. Februar 2019 (online)

ZUSAMMENFASSUNG

Zu Naturheilverfahren im eigentlichen Sinn zählen Ernährung, Bewegung, Entspannung, die Nutzung von Wasser, Licht, Kälte und Wärme, sowie pflanzliche Mittel. Die klassische Naturheilkunde beinhaltet damit die Phytotherapie, die Hydrotherapie, die Bewegungstherapie, die Ernährungstherapie und die Ordnungstherapie. Mit diesen Naturheilverfahren lassen sich Krankheiten verhindern, heilen oder lindern. Sie können auch zur Unterstützung verschiedener Formen schulmedizinischer Therapien gegeben werden. Allerdings lässt die Datenlage in diesem Bereich aufgrund des Mangels an klinischen Studien mit Naturheilverfahren noch zu wünschen übrig und es gibt verhältnismäßig wenige evidenzbasierte Daten. Bei manchen Krankheitsbildern, wie z. B. Dysmenorrhoe, Uterus myomatosus, Menopausenbeschwerden, Endometriose und Inkontinenz können Naturheilverfahren für niedergelassene Gynäkologen sehr interessant sein.