ZUSAMMENFASSUNG
Seit Beginn der Durchführung von extrakorporalen Verfahren stellt sich die Frage nach
einer adäquaten Antikoagulation. In Deutschland wird diese im Rahmen der Dialysetherapie
überwiegend systemisch mit unfraktionierten oder mit niedermolekularen Heparinen durchgeführt.
Es ist zu bedenken, dass viele der Dialysepatienten aufgrund von Komorbiditäten unterschiedliche
Antikoagulanzien einnehmen, unter denen bereits das Blutungsrisiko deutlich ansteigt.
Darüber hinaus besteht ein breites Nebenwirkungsprofil im Rahmen der Heparintherapie.
Eine regionale Antikoagulation ausschließlich im extrakorporalen Kreislauf ohne systemische
Beeinflussung des Gerinnungssystems wäre daher wünschenswert. Hier wird die Nutzung
von Zitrat im Rahmen kontinuierlicher Nierenersatzverfahren bereits als Standard empfohlen.
Im Bereich der intermittierenden Nierenersatzverfahren ist der Stellenwert von Zitrat
nicht im gleichen Maße etabliert, was u. a. an der technischen Ausstattung der derzeitigen
Dialysemaschinen liegt. Dennoch gibt es verschiedene Möglichkeiten der zitratbasierten
regionalen Antikoagulation im extrakorporalen Kreislauf, die in diesem Beitrag zusammenfassend
dargestellt werden.