Radiologie up2date 2018; 18(04): 363-374
DOI: 10.1055/a-0657-7046
Pulmonale und kardiovaskuläre Radiologie
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Nicht invasive MR-Angiografien der großen und kleinen herznahen Gefäße

Kai Müllerleile
,
Gunnar K. Lund
Further Information

Publication History

Publication Date:
14 December 2018 (online)

Die kardiovaskuläre MRT ist ein mittlerweile im klinischen Alltag etabliertes diagnostisches Instrument bei vielen kardiovaskulären Fragestellungen. Ein wichtiges Werkzeug sind hierbei verschiedene Methoden zur MR-Angiografie (MRA), die invasive oder CT-Angiografien (CTA) zum Teil bereits ersetzen konnten. Diese Arbeit gibt einen Überblick über die wichtigsten klinischen Anwendungen der MRA im Bereich der herznahen Gefäße.

Kernaussagen
  • Die kontrastmittelverstärkte MR-Angiografie ist weiterhin die Referenzmethode zur Gefäßdarstellung in der MRT, es sollten aber immer kontrastmittelfreie Techniken als Alternative erwogen werden.

  • Kontrastmittelfreie MR-Techniken erlauben neben einer oft gleichwertigen anatomischen Gefäßdarstellung auch eine Beurteilung der Gefäßwand, der Lagebeziehung zu umgebenden Strukturen und eine funktionelle Beurteilung von Blutflussgeschwindigkeiten und -volumina.

  • Neben der MR-Aortografie zur Diagnostik und Verlaufskontrolle von Aneurysmen und anderen Aortenerkrankungen sind Abgangsanomalien der Koronararterien, die Anatomie und Funktion von Pulmonalvenen, Shuntvitien und Vaskulitiden weitere Indikationen der MR-Angiografie.