Der Nuklearmediziner 2018; 41(03): 195-196
DOI: 10.1055/a-0643-9765
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Spondylodiszitis: 18F-FDG-PET/CT und MRT im Vergleich

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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
07. September 2018 (online)

Das am häufigsten eingesetzte Bildgebungsverfahren zur Diagnosesicherung einer Spondylodiszitis ist die MRT. Sie weist eine Sensitivität und Spezifität von jeweils über 90 % auf, hat allerdings Schwächen in der Abgrenzung zu degenerativen Veränderungen und im Frühstadium der Erkrankung. Hier erscheint der Einsatz der 18F-FDG-PET/CT vorteilhaft, welche ähnlich hohe Werte für Sensitivität und Spezifität aufweist.

Fazit

Mit der MRT und der 18F-FDG-PET/CT stehen 2 vergleichbar gute Verfahren zur Diagnostik der Spondylodiszitis zur Verfügung. Die MRT zeigte sich in der Detektion epiduraler/spinaler Abszesse überlegen. Die 18F-FDG-PET/CT hingegen ermöglichte eine eindeutige Abgrenzung zu degenerativen Veränderungen und konnte aufgrund des großen FOV auch infektiöse Streuherde detektieren. Die Kombination beider Verfahren als 18F-FDG-PET/MRT erscheint somit äußerst viel versprechend.