Pneumologie 2024; 78(S 01): S25
DOI: 10.1055/s-0044-1778777
Abstracts
Endoskopie – Bronchoskopie und Interventionelle Pneumologie

Etablierung des CBCT als Navigationsbronchoskopie

Autor*innen

  • S Stieglitz

    1   Petrus Krankenhaus Wuppertal; Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Intensivmedizin; Medizinische Klinik I
  • A Maarouf

    2   Petrus Krankenhaus Wuppertal; Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Intensivmedizin
  • C Reffke

    3   Wuppertaler Lungenzentrum am Petrus Krankenhaus, Klinik für Innere Medizin I – Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Intensivmedizin; Petrus Krankenhaus Wuppertal; Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Intensivmedizin
  • K Späth

    4   Petrus Krankenhaus Wuppertal; Petrus Krankenhaus; Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Intensivmedizin
  • M Panagi

    2   Petrus Krankenhaus Wuppertal; Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Intensivmedizin
 

Einführung: Die Cone Beam Computertomografie (CBCT) oder Digitale Volumentomografie (DVT) ist ein Verfahren, das mit einer um den Patienten rotierenden Kombination aus Röntgenröhre und Flachdetektor (FD) dreidimensionale Bilddaten erzeugt. Die Geräte für CBCT sind durch die Hybrid-OPs bereits recht verbreitet. Die Nutzung im Rahmen einer Bronchoskopie erfordert lediglich Zusatzsoftware. Das macht bei vorhandenem CBCT das Conebeam zum kostengünstigsten aller Navigationsverfahren.

Methodik Fallbeschreibung zur Etablierung der Nutzung des CBCT in einem Hybrid-OP.

Ergebnisse Die Indikation für das CBCT sind Lungenherde, die schwer erreichbar sind („hard to reach“), unter Durchleuchtung schwer erkennbar sind („hard to visualize“) oder bei denen die Probenentnahme erschwert ist („hard to sample“). Das CBCT kann auf folgende Weise zum Einsatz kommen: 1. Ansteuern des Herdes mit einem alternativen Navigationsverfahren (z.B. elektromagnetische Bronchoskopie, EMB) und Lagekontrolle des Katheters mittels CBCT. Der Vorteil ist die geringe Strahlenbelastung. 2. Durchführung des CBCT vor eigentlichem Beginn der Bronchoskopie und anschließende Lagekontrolle mit konventioneller Durchleuchtung einschließlich Schrägprojektionen (z. B. Left anterior oblique, LAO 30). Dies ist die meist schnellste Untersuchung. 3. Durchführung des CBCT vor Beginn der Untersuchung, bronchoskopische Ansteuerung des Herdes mittels Katheter (z. B. Guide Sheath) und Instrument (Zange oder Nadel) und anschließend erneutem CBCT zur Lagekontrolle. Diese Methode hat eine hohe Präzision. Aus Strahlenschutzgründen ist hier zusätzlich eine Bronchoskophalterung sinnvoll.

Diskussion Das CBCT ermöglicht die 3D Rekonstruktion der Lungenherde während der Untersuchung, so dass Live-Bilder gewonnen werden. Die Bedienung der Software und des Untersuchungstisches erfordert eine Übungsphase. Daher ist eine regelmäßige Durchführung des CBCT zum Beispiel einmal wöchentlich sinnvoll.



Publikationsverlauf

Artikel online veröffentlicht:
01. März 2024

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