Handchirurgie Scan 2017; 06(01): 71-82
DOI: 10.1055/s-0042-108428
Nerven
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Das Kubitaltunnelsyndrom: Diagnostik und Therapieoptionen

Authors

  • Frank Unglaub

  • Peter Hahn

  • Franziska Kisslinger

  • Melanie Schäfer

  • Lars P. Müller

  • Christian K. Spies

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Publication History

Publication Date:
03 April 2017 (online)

Das Kubitaltunnelsyndrom ist eine Schädigung des N. ulnaris in Höhe des Ellenbogens, verursacht durch eine Kombination aus Kompression, Zug und Reibung. Die Diagnostik basiert auf Anamnese, Inspektion, klinischer sowie neurologischer Untersuchung und ggf. Bildgebung. Die konservativen und operativen Therapieoptionen werden in diesem Beitrag vorgestellt.

Kernaussagen
  • Das Kubitaltunnelsyndrom ist eine Schädigung des N. ulnaris in Höhe des Ellenbogens, verursacht durch eine Kombination aus Kompression, Zug und Reibung.

  • Die Diagnostik basiert auf Anamnese, Inspektion und klinischer sowie neurologischer Untersuchung. Eine Bildgebung ist insbesondere nach Traumata notwendig.

  • Unbehandelt kann das Kubitaltunnelsyndrom zu Sensibilitätsverlust, Muskelschwäche und sekundären Gelenkkontrakturen mit funktioneller Einschränkung führen.

  • Während leichte Formen des Kubitaltunnelsyndroms konservativ behandelt werden können, sollte bei Muskelschwäche und ausgeprägter Sensibilitätseinschränkung eine operative Dekompression erfolgen.

  • Hierbei unterscheiden sich die klinischen Ergebnisse beim Primäreingriff für die etablierten Techniken wie endoskopisch-assistierte Dekompression, In-situ-Dekompression, subkutane/submuskuläre Verlagerung und die Epikondylektomie nicht voneinander.

  • Als Revisionseingriff wird die submuskuläre Vorverlagerung empfohlen, wobei Revisionseingriffe in der Regel aber nicht die guten postoperativen Ergebnisse des Primäreingriffs erreichen.