Zeitschrift für Palliativmedizin 2020; 21(05): e11-e12
DOI: 10.1055/s-0040-1714979
Poster Wissenschaftliches Abstract
Grundlagenforschung zur Palliativversorgung

Multiprofessionelle Zusammenarbeit in der ambulanten Palliativversorgung älterer Patientinnen und Patienten – Erfolgsfaktoren und „Kooperationskiller“ [112]

Authors

  • L Bernhardt

    1   TU Dortmund, Institut für Soziologie - Lehrstuhl für Soziale Gerontologie und Lebenslaufforschung, Dortmund, Deutschland
  • M Reichert

    1   TU Dortmund, Institut für Soziologie - Lehrstuhl für Soziale Gerontologie und Lebenslaufforschung, Dortmund, Deutschland
 

Fragestellung Gerade am Lebensende ist eine gut funktionierende Zusammenarbeit der beteiligten Gesundheitsdienstleister immens wichtig. In der SAPV sind professionsübergreifende Teamstrukturen (glücklicherweise) zum Alltag geworden. In dieser Hinsicht bestehen allerdings weiterhin Probleme in der AAPV. Wie kann also eine professionsübergreifende AAPV insbesondere älterer Patientinnen und Patienten gelingen?

Studiendesign Dissertation unter Betreuung von Prof. Dr. Monika Reichert, TU Dortmund, Institut für Soziologie, Lehrstuhl für Soziale Gerontologie und Lebenslaufforschung

Methodik Experteninterviews (Politik und Verbände) sowie eine Befragung von verschiedenen Gesundheitsdienstleistern in der Palliativversorgung bilden, neben einer Literaturanalyse, den Hauptbaustein in der Untersuchung. Anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse werden anschließend hemmende und fördernde Faktoren von professionsübergreifender Zusammenarbeit analysiert und entsprechende Kategoriensysteme erstellt sowie internationale Best-Practice-Beispiele zur Beantwortung der Fragestellung herangezogen.

Ergebnis Einige Erfolgsfaktoren und „Kooperationskiller“ ließen sich bereits im Rahmen der Literaturanalyse identifizieren. Die Ergebnisse der Interviews stehen noch aus.

Diskussion Vor allem in der AAPV muss in der Multiprofessionalität nachgebessert werden. Inwiefern dies gelingen kann bzw. welche Rahmenbedingungen dafür gegeben sein müssen, soll im Rahmen der Dissertation untersucht werden.

Take Home Message für die Kongressbesucher Eine professionsübergreifende Zusammenarbeit, die auf starre Hierarchien verzichtet, ist für eine moderne qualitativ hochwertige Palliativversorgung sowohl zum Wohle der Patientinnen und Patienten als auch zu Gunsten der Gesundheitsprofessionen selber unerlässlich.

Offenlegungserklärung Die Autorin erklärt, dass sie keine Interessenkonflikte im Zusammenhang mit diesem Artikel hat.



Publication History

Article published online:
31 August 2020

© Georg Thieme Verlag KG
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